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Historische Bauten und Denkmäler der Stadt Leipzig

 

 

1497 erteilte Kaiser Maximilian I. Leipzig das Messeprivileg für die Abhaltung von drei Leipziger Märkten mit einer Dauer von acht Tagen. Die Bronzestatue  des Kaisers ist 2,20 m hoch und wurde aus Anlass des 400. Jahrestages der Verleihung des Messeprivilegs durch König Albert am neu errichteten Messehaus mit Namen "Kaufhaus" aufgestellt. Später erfolgte die Umbenennung des Messehauses in "Städtisches Kaufhaus". Die linke Hand des Kaisers ist auf das Schwert als Symbol der Reichsgewalt gestützt und in der rechten Hand hält er ein gesiegeltes Dokument. 1705 wird der Stadt das zweite große Messeprivileg erteilt "Das Stapeln".  Das Städtische Kaufhaus wird nicht ohne Stolz als das erste Mustermessehaus der Welt bezeichnet, das die Warenmessen ablöste. In rascher Folge entstanden bis zum Ende des 2.Weltkrieges 21 Messepaläste im Bereich der Stadt, die moderne Bedingungen für die Warenpräsentation schufen.

Die Nikolaikirche (gewidmet dem heiligen Nikolaus, der 351 Bischof im türkischen Myra war, berühmt geworden ist er durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Armen; der "Nikolaustag" ist ebenfalls nach ihm benannt worden). Von der Nikolaikirche aus wurden die Friedensgebete seit 1982 durchgeführt, die der Ausgangspunkt für die friedlichen Montagsdemonstrationen unter Pfarrer Führer zur gewaltfreien politischen Veränderung 1989 waren. Faszinierend ist der Innenraum der Kirche. Er entstand durch einen kompletten Umbau 1784 bis 1797 im klassizistischen Stil nach französischen Vorbildern. Er sollte das Selbstbewusstsein der Leipziger ausdrücken. Beeindruckend sind auch die als Palmbäume gestalteten Säulen. Nach einer Renovierung in der Nachwendezeit strahlt das Kirchenschiff  im vollkommenen weiß.

"Alte Nikolaischule" - 1395 erteilte der Papst dem Rat der Stadt das Privileg zur Gründung einer Ratsschule innerhalb der Kirchgemeinde von "St. Nikolai", nun konnten auch Bürgerliche eine Schule besuchen. Das stieß auf heftigen Widerspruch des kirchlichen Thomasstiftes, welcher sich sein Bildungsmonopol nicht schmälern lassen wollte. So konnte das päpstliche Privileg erst 100 Jahre später verwirklicht werden. Das Thomasstift überließ dem Rat das baufällige Gebäude der Küsterei zu "St. Nikolai". Auf dessen Grundmauern die Schule errichtet wurde. Berühmte Schüler waren Gottfried Wilhelm Leibnitz, Christian Thomasius ( Sohn des späteren Rektors), Johann Gottfried Seume, der als Schriftsteller in die Literaturgeschichte einging, Richard Wagner besuchte einige Semester mit der Benotung "leidlich" und "kaum zu einiger Zufriedenheit".

Der Neubau des noch heute erhaltenen Langhauses der Thomaskirche erfolgte 1482/96. Eng  mit der Geschichte der Thomaskirche verbunden ist der seit 780 Jahren bestehende berühmte Thomanerchor. Die Thomaner leben in ihrem Alumnat und lernen in der Thomasschule. Ihre musikalische Wirkungsstätte ist die Thomaskirche.

 

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Weitere Denkmäler dieser Epoche sind die Theklaer- und die Eutritzscher Kirche.

 

Renaissance (etwa 1525 bis 1680)

1555 wurde die Alte Waage errichtet. Die Ratswaage gehörte zu den wichtigsten Gebäuden der Handelsstadt.  Alle Waren, die die Kaufleute nach Leipzig brachten, unterlagen der Waagepflicht. Die Höhe der Abgaben war festgelegt. Die Waagegebühr war eine bedeutende Einnahmequelle der Stadt. Im 2.Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört und 1963/64 wieder aufgebaut.

 

 

 

 

 

 

Ein weiteres bekanntes Bauwerk ist der Fürstenhauserker in der Grimmaischen Str.17, ebenfalls im 2.Weltkrieg zerstört und  in der Nachkriegszeit wieder aufgebaut.

Die erste Erwähnung fand der Bau 1503 als Predigerkloster am "Pauliner Kirchhof" gelegen. 1558 errichtete der Sohn des Dekans der medizinischen Fakultät, Dr. Roth, bürgerliche Häuser auf diesem Gelände. 1612 wohnten in dem Gebäude die vier Söhne des Herzogs Friedrich Wilhelm von Altenburg während des Studiums an der Leipziger Universität. 1713 nahm auch der russische Zar Peter der Große im Fürstenhaus Quartier.

Der größte Reiz dieses Gebäudes geht von den beiden reich verzierten Erkern aus.

 

 

Um 1570 wurde im "Kaffeebaum" der Kaffeeausschank im ältesten Kaffeehaus Leipzigs urkundlich erwähnt. August der Starke soll hier seine erste Tasse Kaffee getrunken haben. Er stiftete die Steinplastik über dem Eingang, die einen gleichzeitig blühenden und Früchte tragenden Kaffeebaum mit einer reich verzierten Kaffeekanne und davor einen Türken, der einem Knaben den "Türkentrank" reicht, zeigt. Anno 1700 wurde vom Rat die strenge Order erlassen, dass außer dem Billard alle Spiele bei hoher Geld- und Gefängnisstrafe verboten seien. Ebenso "aller Aufenthalt und Bedienung derer Weibs-Personen" strafbar seien. Selbst bei der Zurichtung des Getränks und dessen Auftragung hatten die Frauen nicht mitzutun. Auf sein "Schälchen Heeßen" lässt der Sachse nichts kommen. "Ohne Gaffee gönn mer nich gämpfn!" sollen sächsische Soldaten im Siebenjährigen Krieg gemault haben. Später verdanken wir der Sächsin Melitta Benz (1878 bis 1950)  die Erfindung des Kaffeefilters.

 

Das seit 1888 bestehende Fachgeschäft "Kaffee Richter" in der Petersstraße gibt Auskunft über die noch immer bestehende besondere Vorliebe der Leipziger für einen guten Kaffee.

 

 

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Den letzten erhaltenen Rest der ehemaligen Stadtbefestigung stellen die Mauern des Gewölbes der Moritzbastei dar, die 1551 bis 1553 auf Befehl des sächsischen Kurfürsten Moritz errichtet worden sind, nachdem sich die Stadtmauern in diesem Abschnitt 1547 im Schmalkaldischen Krieg als zu schwach erwiesen hatten. Teile der Kasematten sind zum Studentenclub der Universität ausgebaut worden.

 

Der Thüringer Hof  ist eine über 550 Jahre alte historische Gaststätte in der Burgstraße zwischen Rathaus und Thomaskirche gelegen.

 

 

 

 

 

 

Weitere Bauten aus dieser Zeit sind das Alte Rathaus, Webers Hof, das Torhaus Dölitz und das Weichbildzeichen am Connewitzer Kreuz. Die Weichbildzeichen  waren große hölzerne Kreuze. So wurden die  Grenzsteine bezeichnet, die die Stadt - das s. g. Weichbild - markierten. In diesem Bereich galt das städtische Recht.

Ein weiteres Beispiel für die damalige Bedeutung der Stadtgrenzen zeigt der Name des Baches "Lösegraben", der die Grenze zwischen den Städten Leipzig und Taucha in Nordosten markierte. Waren Straftäter über den Grenzbach entkommen, dann waren sie "erlöst" oder "gelöst", das bedeutete sie waren dem örtlichen Strafrecht entkommen.

 

 

Barock (etwa 1680 bis 1770)

Seit 1697 wird die Alte Handelsbörse am Naschmarkt durch die Kaufleute genutzt, da es Brauch geworden war sich nach Abschluss der Geschäfte zu versammeln. Heute wird der Börsensaal für Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen genutzt.

 

Barthels Hof, Markt 8 - ist der letzte erhalten gebliebene typische Handelshof aus der Zeit der Warenmessen. Er wurde für den Kaufmann Gottlieb Barthel erbaut. Die noch erhaltenen Kranbalken zeigen, dass die ausgebauten Dachgeschosse als Warenspeicher dienten. Zu Zeiten der Warenmesse konnten die mit Messegütern beladenen Fuhrwerke zu einem Tor in den Hof fahren und zum anderen Tor wieder hinaus. Diese Durchgangshöfe sind die Vorgänger der zahlreichen Leipziger Passagen.

 

 

 

 

 

 

Bosehaus mit Bachmuseum, Thomaskirchhof 16 -  wurde 1586 erstmals erwähnt. 1709 bis 1711 ließ der Gold- und Silberwarenhändler Georg Heinrich Bose das Haus im Barockstil umbauen. Die Familie Bose unterhielt freundschaftliche Beziehungen zur in unmittelbarer Nachbarschaft lebenden Familie Bach. Besondere Beachtung verdient der historische Sommersaal im zweiten Obergeschoß, der als Konzertsaal bekannt ist. Eine Besonderheit ist eine ovale Öffnung in der Decke, über der sich ein "Schallraum" befindet. Entweder spielten die Musiker darin auf oder mittels eines beweglichen Deckengemäldes wurde die Öffnung verschlossen. Anlässlich des 300. Geburtstages von Bach wurde das Haus rekonstruiert und als Sitz der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätte Johann Sebastian Bach übergeben.

 

Gartenhaus des Apothekers Linke, Seeburgstraße 45 - wurde 1757 durch den Besitzers der Löwenapotheke, Johann Heinrich Linke, errichtet. Es gehört zu den Kostbarkeiten der Leipziger Baugeschichte, da es das letzte erhaltene Bauwerk der zahlreichen Leipziger Gärten des 18. Jahrhunderts ist. Es wurde nach der Wende rekonstruiert.

 

 

 

 

 

 

Weitere Kostbarkeiten aus der Zeit des Barock sind das Frege- und das Romanushaus in der Katharinenstraße. Das Romanushaus (rechte Seite) hat sich der von August dem Starken der Stadt aufgezwungene erst 30jährige Bürgermeister Romanus erbauen lassen. Um die damals ungeheure Bausumme von 150.000 Talern aufzubringen, hatte Romanus ungedeckte Schuldscheine ausgestellt. Er wurde daraufhin auf der Festung Königstein inhaftiert und starb nach 41jähriger Haft. Seine Renommiersucht, indem er August dem Starken nachzueifern suchte und sich auch gern "König von Leipzig" nennen ließ, führte ihn ins Verderben. Seine Verdienste für Leipzig in seiner Regierungszeit von 1701 bis 1704 waren die Einführung der Straßenbeleuchtung und -reinigung, der Kanalisation und Pflasterung der Straßen.

Das Fregehaus ist nach dem Bankier Frege, der es 1782 erworben hatte, benannt.

 

Der Alte Johannesfriedhof  am Täubchenweg ist ein Stätte der Ehrung bedeutender Persönlichkeiten aus der älteren Geschichte Leipzigs. Dazu gehören Namen, wie Käthchen Schönkopf (Jugendfreundin Goethes), Richard Wagners Mutter und seine Schwester, Dr. Schreber und Dr. Hausschild (Begründer der Schrebergartenbewegung) auch Bach und Gellert wurden hier begraben.

 

Gohliser Schlößchen, Menckestr.23 - war einst vor den Toren der Stadt gelegen. Es wurde 1755/56 erbaut als spätbarocker Landsitz des Ratsbaumeisters Johann Caspar Richter auf dem ehemaligen Gohliser Dorfanger. Heute befindet sich im inneren ein schöner Konzertsaal.

 

 

 

 

 

Schillerhaus, Menchestr.42 -  1785  wohnt Schiller auf Einladung der Familie Körner in diesem Haus. Hier schrieb er "Das Lied an die Freude". Er war 26 Jahre alt, in quälte die Malaria und er litt unter Liebenskummer. Der Buchhändler Schwan aus Mannheim hatte ihm die Hand seiner Tochter Margarethe verwehrt. Er brauchte dringend Ruhe und in Leipzig blieb er unerkannt, obwohl er schon das Rebellendrama "Die Räuber" geschrieben und ihn der württembergische Herzog Carl Eugen mit Exil belegt hatte. Das Theaterstück "Die Räuber" wird kurz nach der Premiere in Leipzig vom Sielplan abgesetzt. Bewundert wird er vom Schriftsteller Gottfried Körner und seinen Freunden, sie laden ihn nach Leipzig ein und zahlen seine Schulden.

 

Weitere Bauwerke dieser Epoche sind Bürgerhaus Hainstr.13 und Katharinenstr. 3, 19 u. 21, Knauthainer Schloß, Parkstr.24, Leutzscher- und Stötteritzer Kirche.

 

Mittelportikus des "Bayrischen Bahnhofes". Er wurde am 19.09.1844 feierlich für die Bahnstrecke Leipzig - Hof eröffnet. Als ältester Kopfbahnhof der Welt gehört er zu Deutschlands bedeutendsten Eisenbahndenkmälern.

 

 

 

 

Mendebrunnen auf dem Augustusplatz -  Diese Leipziger Sehenswürdigkeit verdankt die Stadt  der Schönefelder Kaufmannswitwe und Gutsbesitzerin Pauline Mende. Sie verfügte 1881 in ihrem Testament, dass 150.000 Mark "zum Bau eines die Stadt verschönernden Brunnens von monumentaler Architektur" verwendet werden sollen.

 

 

 

 

 

Bedeutende Bauten um 1890

Bundesverwaltungsgericht (nach 60jähriger Unterbrechung wieder bezogen)

1895 war dieser Bau als Sitz des Reichsgerichtes (zweiter Monumentalbau des Kaiserreiches in Deutschland) errichtet worden. Das Reichsgericht war der oberste Gerichtshof des Deutschen Reiches auf dem Gebiet des Zivil- und Strafrechtes. Hier fanden 1907 der Hochverratsprozess gegen den Sozialdemokraten Karl Liebknecht und 1933 der Reichstagsbrandprozess statt, in dem Georgi Dimitroff das Naziregime vor den Augen der Weltöffentlichkeit bloß stellte.  In der DDR-Zeit beherbergte dieses Gebäude das Leipziger  Bildermuseum.  Nach der Deutschen Einheit ist Leipzig wieder Sitz der höchsten deutschen Straf- und Zivilinstanz. Die Skulptur "Wahrheit" (rechtes Bild) krönt die Kuppel dieses Gebäudes.

Die Einmaligkeit der Stadt wird geprägt durch das verwirrend zersplitterte System der vielen kleinen und großen Durchgangshöfe und Passagen. Besonders an den Regentagen lässt sich hier toll bummeln und einkaufen. Die älteste Passage ist die Stecknerpassage. Sie entstand 1873 auf dem Eckgrundstück Petersstraße/Thomasgasse, in dem ein Durchgangshof mit einem Lichthof verbunden wurde. Die nachstehenden Bilder geben einen Einblick in die Passagenvielfalt.

                                

 

Wo 1905 das Neue Rathaus eingeweiht wurde, stand  eine Festung des Landesherren die Pleißenburg (ein Schloss der Wettiner).  Die geschichtliche Überlieferung besagt:  Der Landesherr Dietrich von Meißen aus dem Hause Wettin, wusste sehr genau, dass sich die Leipziger seiner landesherrlichen Gewalt zu entziehen suchten. Er gab deshalb vor, dem Heiligen Thomas ein Kloster bauen zu wollen. Die Leipziger vernichteten dieses Bauwerk jedoch vollständig. Der Markgraf belagert die Stadt darauf hin. Durch die dicken Stadtmauern waren die Leipziger so gut geschützt, dass der Markgraf sich zu einen Vergleich bereit erklären musste. Darin erkannten die Leipziger seine Oberhoheit an, aber der Markgraf musste sich verpflichten keine neuen Burgen in und um Leipzig anzulegen. Mauern und Wälle dienten den Bürgern zum Schutze der Stadt. Gegen eine Burg als Festung des Landesherrn lehnten sich die Leipziger allerdings immer wieder auf. Als sich der Markgraf 1217 mit König Otto IV. von Hohenstaufen in Leipzig traf, ließen die Bürger die hohen Herren nur mit geringer Streitmacht ein. Aber die Krieger schlichen heimlich in die Stadt und besetzten die Tore.  Als die Leipziger die Sturmglocke des Rathauses zur Alarmierung der Bürger läuten wollten, gab diese keinen Ton von sich. Der Markgraf hatte den Klöppel herausnehmen lassen. So kam die widerspenstige Stadt endgültig unter die Herrschaft des Markgrafen. Er baute das Thomaskloster und drei Burgen. Das heutige Neue Rathauses steht an der Stelle einer Burg. Der Architekt Hugo Licht übernahm den Stumpf des alten Turmes, erhöhte ihn auf 111,4 m und macht ihn zum Kernstück des Neuen Rathauses.

Bauten zwischen den beiden Weltkriegen

                                               

Krochhochhaus - ist das erste Hochhaus der  Stadt mit 11 Geschossen. Es wurde für das Bankhaus Kroch errichtet. An der Kugel der Uhr lassen sich die Mondphasen ablesen. Das Giebelfeld trägt die Inschrift "Die Arbeit überwindet alles" (in lateinischer Schrift). Die Glockenschlägerplastik nach Venezianischen Vorbild schmückt das Dach.                                        

 

 

 

 

Zwischen 1925 und 1929 wurde das Grassimuseum als ein wichtiger deutscher Museumsbau der zwanziger Jahre errichtet. Es beherbergt das Museum für Völkerkunde zu Leipzig, das Museum für angewandte Kunst  und das Musikinstrumentenmuseum. Nach umfangreichen Umbauarbeiten erfolgte Ende 2005 die Einzug des Völkerkunde- und des Musikinstrumentenmuseums in die neu gestalteten Räume. Als  Wiege der völkerkundlichen Forschungen in Deutschland kann Leipzig angesehen werden, da hier bereits 1869 das erste Völkerkundliche Institut gegründet und ein Schatz an Dokumenten der Menschheitsgeschichte zusammen getragen worden ist. Der Gebäudekomplex mit zwei großen Innenhöfen und dem sich anschließenden parkähnlichen Johannesfriedhof bildet eine Entspannungsoase im Herzen der Stadt.

 

 Opernhaus

Das Jahr 1693 war die Geburtsstunde der Oper in Leipzig. Das 1864/68 errichtete Neue Theater am Augustusplatz fiel den Bombenangriffes im 2.Weltkrieg zum Opfer. 1959/60 entstand an seiner Stelle der erste Theaterneubau der DDR.

 

 

Gewandhaus

Die Leipziger Musikszene entwickelte sich von den Stadtpfeifern zum Gewandhausorchester. 1479 stellte der Rat drei Stadtpfeifer ein und 1488 einen vierten. Anfang des 17. Jahrhunderts kamen drei Kunstgeiger dazu und 1805 erhöhte man die Zahl auf acht. Sie mussten zweimal täglich vom Balkon des Rathauses spielen und bei der Kirchenmusik mitwirken. Im 18. Jahrhundert entwickelten sich die Ansätze des Konzertwesens. 1704 wurde von Telemann das "Colegium musicum" gegründet. Die beste Musik in Leipzig hörte man ab 1743 im "Großen Konzert" und seine Stelle trat die "Musikübende Gesellschaft". Ihre Darbietungen wurden "Gewandhauskonzerte" genannt, weil sich der Sitz des Orchesters im Saal über dem Tuchboden an der Universitätsstraße befand. Dieses Orchester hatte Bestand, weil es bemüht war, die beste Musik der jeweiligen Zeit durch die besten Musiker darbieten zu lassen. 1882 bis 1884 wurde ein neues Gewandhaus errichtet, da das alte zu klein geworden war. Die Zerstörung erfolgte im 2.Weltkrieg.  Der Neubau auf dem heutigen Augustusplatz  erfolgte in der Nachkriegszeit.

 

Wohnhochhaus Wintergartenstraße

Mit 95 m Höhe (hinzu kommt noch  das 8,50 m hohe Doppel-M für Mustermesse) ist das Wohnhochhaus das dritthöchste Gebäude der Stadt. Es wurde 1969/71 erbaut und war mit 30 Geschossen das einstige "höchste Wohnhochhaus der DDR". Es verfügte über 208 Wohndomizile und ist vergleichbar mit dem Messeturm in Frankfurt am Main. 2005 fand die Rekonstruktion dieses Hauses statt.

 

 

 

Leipziger Zoo

Der Zoo ist ein beliebtes Ausflugsziel der Leipziger. Der Löwenkopf über dem Eingang steht für die Erfolge in der Löwen- und Raubtierzucht in der Vorwendezeit. Die heutigen herausragenden Anziehungspunkte sind Pongoland (die weltgrößte Menschenaffenanlage), die Kiwara-Savanne für Tiere aus Afrika, die Tiger-Taiga sowie die Elefantenanlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

Leipziger Originale